{"id":1002,"date":"2017-05-10T11:17:44","date_gmt":"2017-05-10T09:17:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.topseminare.at\/pl\/?page_id=1002"},"modified":"2017-08-01T10:43:32","modified_gmt":"2017-08-01T08:43:32","slug":"gesundheit-durch-ich-staerke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.topseminare.at\/pl\/gesundheit-durch-ich-staerke\/","title":{"rendered":"Gesundheit durch Ich-St\u00e4rke"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Gesundheit durch Ich-St\u00e4rke<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Aktivierung des inneren Arztes durch Selbst-F\u00fcrsorge<\/strong><\/h3>\n<h6>Vortrag von Joachim Bauer, Uniklinik Freiburg, \u00fcber Studienergebnisse der Gehirnforschung mit Gehirnscans.<br \/>\nSalzburg am 16. Oktober 2015, zusammengefasst von Paul Lahninger<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1.\u00a0\u00a0 <strong>Lebensstil ist wichtiger als genetische Veranlagung<\/strong><br \/>\nDie Aktivit\u00e4t von Genen wird situativ ein- und ausgeschalten, der Lebensstil aktiviert Gene oder unterdr\u00fcckt diese. Z.B. haben Personen, die zum sofortigen Genuss neigen, mehr ungesunde Stress-Gene im K\u00f6rper, und Personen, die auf ein Sinn-geleitetes Leben achten, deutlich weniger Stress-Gene und ein besseres Immunsystem.<\/p>\n<p>2.\u00a0\u00a0 <strong>Das Ich-Bewusstsein beeinflusst die Selbstheilungskr\u00e4fte<br \/>\n<\/strong>Da das Zentrum des Ich-Bewusstseins (im Stirn-Hirn) mit allen wichtigen K\u00f6rpersystemen, vor allem dem Immunsystem, neuronal verbunden ist, haben Vorstellungen \u00fcber sich selbst biologische Effekte: die Psyche wirkt auf die Biologie.<\/p>\n<p>3.\u00a0\u00a0 <strong>Das ICH-Bewusstsein entwickelt sich in den ersten drei Lebensjahren.<br \/>\n<\/strong>Im Scanner kann ein Netzwerk im Stirnhirn beobachtet werden, in dem die Vorstellungen von der eigenen Person gespeichert sind. Bei Neugeborenen ist in diesem Gehirnteil noch keine Aktivit\u00e4t feststellbar. Selbsterkenntnis entsteht durch die Interaktion mit Bezugspersonen: Das Kind erkennt \u2013 da wo ich bin, muss jemand sein, dort drau\u00dfen ist jemand, der reagiert auf mich. Die Art und Weise, wie die wichtigste Bezugsperson (meist die Mutter) auf das Kleinkind reagiert, pr\u00e4gt die Vorstellung vom eigenen ICH: entweder liebevoll, geduldig, warm, oder eben gestresst, wenn die Mutter angespannt ist.<\/p>\n<p>4.\u00a0\u00a0 <strong>Die ICH-Vorstellung ist eng gekoppelt mit der DU Vorstellung<br \/>\n<\/strong>Das ICH-Netzwerk im Gehirn ist mit dem &#8222;DU-Netzwerk&#8220; \u00fcberlappt. Eigene Nervenbahnen (die &#8222;Spiegelneurone&#8220;) repr\u00e4sentieren andere Personen in unserem Gehirn und erm\u00f6glichen Einf\u00fchlung, Verst\u00e4ndnis, Mitgef\u00fchl. Die prim\u00e4re Motivation des Menschen ist die Zugeh\u00f6rigkeit, also Anerkennung, Akzeptanz, Beziehung. \u00dcber die Erfahrung anderer (durch \u201eDu-Wahrnehmung\u201c) entsteht beim Kleinkind das \u201eIch\u201c. Die Unterscheidung ICH \u2013 DU kommt sp\u00e4ter, wird allm\u00e4hlich gelernt. So stellen wir uns andere in derselben Qualit\u00e4t vor, wie wir uns selbst sehen. Ein h\u00e4ufiger Wechsel der Bezugsperson ist f\u00fcr Kinder ung\u00fcnstig, auch sind Kinder bis zu drei Jahren in der Gruppe \u00fcberfordert, sie brauchen die Zweierbeziehung. Krabbelstuben sind nur dann f\u00f6rderlich, wenn eine Betreuerin maximal f\u00fcr drei Kinder zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>5.\u00a0\u00a0<strong> Heilende Gespr\u00e4che: Die Wirkung von Vertrauen<br \/>\n<\/strong>Verschiedenste Studien zeigen, dass Worte gleicherma\u00dfen, manchmal auch wesentlich st\u00e4rker wirken als Substanzen. In Gehirn-Scans nachgewiesen wurde:<br \/>\nZ.B. Wenn uns eine Person, der wir vertrauen, sagt: &#8222;Ich werde dir helfen.&#8220;, dann aktiviert diese Aussage unser Immunsystem<br \/>\nZ.B. wirken viele Placebos genauso wie Medikamente, wenn wir an deren Wirkung glauben.<br \/>\nZ.B. Die Diagnose &#8222;Ihr Krebsbefund ist positiv&#8220; schw\u00e4cht. (Hier ist \u201epositiv\u201c brutal negativ.) Der Hinweise auf Nebenwirkungen eines Medikamentes oder auf Risiken einer Operation machen Nebenwirkungen oder Komplikationen wahrscheinlicher.<br \/>\nAndererseits w\u00e4re das Verbot von Negativaussagen, das Unterdr\u00fccken von \u00c4ngsten oder von Trauer kontraproduktiv, weil diese unbewusst weiterwirken. Es geht darum, angemessenes Vertrauen zu gewinnen oder zu erarbeiten.<\/p>\n<p>6.\u00a0\u00a0 <strong>In der Krankheit wird das ICH-Bewusstsein ersch\u00fcttert<br \/>\n<\/strong>Fast immer \u00fcberrascht uns eine Krankheit und zeigt uns unsere Verletzlichkeit oder eine unerwartete Schw\u00e4che. So macht uns eine Krankheit zum Kind, das erst dabei ist, das ICH-Bewusstsein auszubilden. Wie bei einem Kind unterst\u00fctzt angenehme Ber\u00fchrung die Gesundung nachweislich. Auch die k\u00f6rperliche Untersuchung eines Vertrauensarztes (Bauch abtasten, usw.) f\u00f6rdert schon die Aktivit\u00e4t des Immunsystems.<\/p>\n<p>7.\u00a0\u00a0<strong> Die Ausbildung des inneren Arztes als Eigenverantwortung<br \/>\n<\/strong>Die innere Haltung ist entscheidend: Indem ich f\u00fcrsorglich zu mir selbst bin, weil ich mir wichtig bin, so wie eine Mutter, die liebevoll f\u00fcr ihr Kleinkind sorgt, st\u00e4rke ich Heilprozesse. Lebensregeln spielen hier nachweislich eine Rolle. Auch dabei wirkt die Psychologie mit: Indem ich k\u00f6rperlich Sch\u00e4dliches minimiere, erlebe ich mich in Selbstf\u00fcrsorge, \u201eich tue mir Gutes\u201c.<br \/>\nDie typischen Verf\u00fchrungen zu vermeiden (z.B. Zucker, \u00dcbergewicht, unreflektierten Konsum, Zigaretten, zu viel Alkohol, PC-Spiele, Fernsehen, Handy, Stress, t\u00e4glichen Fleischkonsum\u2026.) wirkt doppelt: biologisch und psychisch.<\/p>\n<p>Automatisierte Reiz-Reaktion (Angebot \u2192 Konsum, Maileingang, Facebook &amp; Co \u2192 Antwort,) widerspricht unserer Freiheit.<\/p>\n<p><strong>Eigenverantwortung in autonomen, freien Entscheidungen st\u00e4rkt das ICH-Bewusstsein und unsere Gesundheit.<\/strong><br \/>\nAndere uneigenn\u00fctzig zu unterst\u00fctzen tut dem Ich gut, ist also gesund.<\/p>\n<p>Gehirnscans zeigen auch, dass das positive Ich-Bewusstsein durch regelm\u00e4\u00dfige Meditation gest\u00e4rkt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheit durch Ich-St\u00e4rke Aktivierung des inneren Arztes durch Selbst-F\u00fcrsorge Vortrag von Joachim Bauer, Uniklinik Freiburg, \u00fcber Studienergebnisse der Gehirnforschung mit Gehirnscans. Salzburg am 16. 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