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Ethik umsetzen - Ökologie als Chance

Von Paul Lahninger, siehe Widerstand als Motivation, Münster 2007 S 95 ff - Vollversion als pdf.-Datei Vollversion Ethik leben

Wir sehen unser Engagement als Beitrag für eine menschliche Weiterentwicklung.

Ich bin Teil dieser Welt

Wenn wir nicht unser Energiesystem grundlegend umbauen, werden noch mehr Hungersnöte, Flüchtlingsströme und Kriege sehr sehr wahrscheinlich.2

Die fortgeschrittene Umweltzerstörung ist eine Chance, den urmenschlichen Verdrängungs-Mechanismus komplexer Bedrohungen zu überwinden, Vernunft und kooperatives Verhalten GLOBAL zu leben.

Das persönliche Kioto-Ziel

bis 5.000 km pro Jahr Autofahren in sanftem Fahrstil bis maximal 100km/h

10.000 km pro Jahr sind auch wegen der indirekten Emissionen durch Straßenbau und -instandhaltung ein Maximum.

Bis 2.000 km pro Jahr Fliegen

Bei hochmodernen Flugzeugen liegt der CO2-Austoß pro Person und Kilometer in der Größenordnung eines PKWs. Durch eine einzige Flug-Fernreise wird ein faires persönliches Jahreskontingent an CO2 verbraucht!

Verkehrszeichen

Reisen mit Zug und Schiff ist ca. 60-mal weniger Umwelt belastend als PKW und Flugzeug, der Autobus etwa 30-mal weniger.

Fleischkonsum maximal 2-mal pro Woche

Tierhaltung verbraucht etwa die 20-fache Anbaufläche und Energie von Getreideproduktion - neben der Biosprit-Produktion ist dies ein wesentlicher Mitgrund für Hungersnöte. Rinderhaltung verursacht ca. 20% der weltweiten Emissionen!

Wohl kalkuliert heizen und bewusst konsumieren

Große Einsparungen sind möglich, wenn wir den Verbrauch von Papier und Verpackung minimieren und den Konsum weit transportierter Güter einzuschränken, also regionale Nahversorgung nutzen, Energiefresser wie Wäschetrockner oder künstlich beschneite Schi-Pisten vermeiden, sowie mit allem, was Energie braucht, z.B. Personenaufzügen, Suchmaschinen und Downloads im Internet und natürlich der Heizung bewusst sparsam umgehen.

Ein verantwortungsbewusster Lebensstil macht einige 1000 Euro jährlich frei.

Dies wird auch Gesundheit und Lebensqualität fördern. Zugleich ist der Beitrag jeder einzelnen Person wertvoll für das Gelingen des Ganzen: Existenzsicherung, Fairness und Lebensqualität auf dieser Erde.

Web-Tipps:
Selbstprüfung des ökologischen Lebensstils: www.mein-fussabdruck.at
Demokratische Kontrolle der Finanzmärkte: www.attac.at
Amnesty International: www.amnesty.at
Gesellschaft für bedrohte Völker: www.gfbv.at
Global 2000: www.global2000.at
fair trade: www.fairtrade.at
athmosfair: www.atmosfair.de
Greenpeace: www.greenpeace.at
Ökostrom: www.oekostrom.at
World Wild Life Fund: www.worldwildlife.org
Unicef: www.unicef.at
Entwicklung in Übersee: www.horizont3000.at
Kindern eine Chance - Afrika: www.kinderneinechance.at

1 Christian Felber: 50 Vorschläge für eine gerechte Welt - Gegen Konzernmacht und Kapitalismus, P. Zsolnay Verl. Wien 2006.

2 Nach Christoper Chorherr in: der Standard, 14.3.2007, siehe auch: